2015-09-18: ForscherGeist-Jahrestagung 2015

Das ForscherGeist-Jahrestreffen fand 2015 im Bahlsen-Hörsaal der Leibniz Universität statt. Der Hörsaal war von Eltern, Schülern und Lehrern sowie weiteren Gästen gut gefüllt.

Es begann mit einem von Marie Leinpinsel virtuos vorgetragenen Querflötenstück von Gabriel Faure´mit dem Titel „Fantaisie“, bevor der ForscherGeist-Vorsitzende, Dr. Martin Stupperich, die Gäste begrüßte und einen Rückblick auf das abgelaufene ForscherGeist-Jahr gab. Er hob vor allem hervor, dass ForscherGeist in den Schulen immer mehr angenommen werde. Das sei den steigenden Teilnehmerzahlen zu entnehmen. Die Zahl der Teilnehmer habe 2015 erstmalig die Hundertergrenze deutlich überschritte. Es gebe auch neue Kooperationen. So arbeite Forschergeist in der Leibniz Stiftung mit, die an die Neustädter Hof- Und Stadtkirche, die Grablege von Gottfried Wilhelm Leibniz angebunden sei. In diesem Jahr habe ForscherGeist zudem die Trägerschaft eines interdisziplinären Kunstprojekts zum Leibnizjahr mit einem Schwerpunkt in den hannoverschen Schulen übernommen. Die Finanzen des Vereins seien durch den Gewinn von Sponsoren, die nennenswerte Beträge beigesteuert hätten, auf einem sehr guten Weg. Dafür dankte der Redner den anwesenden Sponsoren.

Der Sprecher kündigte an, dass im Verlauf des Abends zum ersten Mal der Förderpreis ForscherGeist der Kurt-Alten-Stiftung verliehen werde.

Zuvor jedoch präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse Ihrer Projekte.

Die Projektgruppe „Fliegen“ eröffnete den Reigen. Nach der Befassung mit der

optimalen Form einer Tragfläche ging man an die Untersuchung des zentralen Problems des Auftriebs eines Flugzeuges. Die Lösung dieses Problems führte zur Frage des effektiven Antriebs. Damit kamen die Schüler zur Befassung mit der Triebwerktechnik. Alle sind nach wir vor mit Interesse bei der Sache.

Es folgte die Projektgruppe „Stirlingmotor“. Die Schülerinnen und Schüler dieser Gruppe hatten regelmäßig in der Wilhelm-Raabe-Schule gearbeitet. Sie hatten sich vorgenommen, eine alternative Form der Energienutzung zu erkunden, die schon in der Zeit der ersten Dampfmaschinen entwickelt wurde. Nachdem die Funktionsweise eines Stirlingmotors in den Grundzügen erläutert worden war, beschrieben sie die

Herausforderung, aus Recycling-Material wie Cola-Dosen und Draht einen funktionierenden Motor zu erstellen. Und tatsächlich gelang es, dem staunenden Publikum fünf Motoren in Aktion zu präsentieren.

Ein neues Projekt im ForscherGeist-Programm waren Forschungen zur Kulturlandschaft in und um Hannover. So hatte sich eine Projektgruppe die Erforschung des historischen Schiffgrabens zur Aufgabe gemacht. Dieser Kanal verband schon seit dem Mittelalter Hannover mit dem Altwarmbüchener Moor zum Zweck der Versorgung mit Brenntorf. Die Gruppe, konnte den Verlauf des Schiffgrabens recht genau rekonstruieren, denn sie hatte auch auf historisches Kartenmaterial zurückgegriffen und dies mit der heutigen Realität verglichen. Deshalb waren die Schülerinnen in der Lage eine rekonstruierte Verlaufsskizze anzufertigen und zu präsentieren.

Die Projektgruppe Energiespeicherung hatte durch konsequentes Weiterfragen eine Neuausrichtung ihres Vorhabens erreicht und berichtete über die einzelnen Schrittes dieses Veränderungsprozesses.

Die Projektgruppe „Hannover im Ersten Weltkrieg“ stellte ihre umfangreiche Arbeit vor, die sie arbeitsteilig betrieben hatte. D. h. jedes Gruppenmitglied bearbeitete selbstständig ein Teilthema. Anschließend wurde alles zusammengefügt. So wurde über Arbeit und Ernährung im Krieg, über die Kriegsproduktion in Hannover, vor allem bei Hanomag und Continental, über den Hunger und die Schwarzen Märkte, aber auch über den Aufbau der Fliegerersatzabteilung 5 in Hannover berichtet. Zudem waren Feldpostbriefe untersucht worden.

Sehr unterhaltsam gestaltete sich die Präsentation eines von der Projektgruppe „Robotik“ selbstgebauten Roboters. Es ging in der Vorführung darum,

dass dieser Roboter hell und dunkel unterscheiden konnte und sich mit dieser Fähigkeit auf einem Papierbogen mit eingezeichneter schwarzer Linie selbstständig bewegen konnte, ohne von der schwarzen Linie abzuweichen. Am Ende der Linie drehte er um, wobei er immer wieder Übergewicht bekam und vom Tisch stürzte, was zur allgemeinen Heiterkeit beitrug.

Die Projektgruppe „Do it yourself Pacman Platine“ musste improvisieren, das sie die Nachricht von der Präsentation am 18. September zu spät erhalten hatten. Aber sie schlug sich tapfer und war für alle verständlich, wenn auch Präsentations-Raffinessen

für dieses Mal unterbleiben mussten. Das Auditorium verfolgte mit Interesse den von den Schülern geschilderten Weg zur selbstgebauten Spielkonsole.

Die Darbietung der Projektgruppe „EuropeNow“ war insofern etwas Besonderes, als sie schon rein zahlenmäßig sehr stark auftrat. Acht Schülerinnen und Schüler, zumeist von der Leibnizschule referierten über den Gang ihres Projektes im letzten Jahr. Sie sind eine Gruppe von Schülern, die sich aufgemacht hat, die Begeisterung für Europa in der jungen Generation zu befeuern. „Sie spielt Theater und bringt diese Problematik auf die Bühne. Sie veranstaltet Diskussionen mit externen Experten. Sie nennen es Europarat. Sie haben ein Manifest verfasst, das sie auf der Insel Isola Bella im Lago Maggiore verkündet haben. Und als Fernziel haben sie den Aufbau einer „Young European Leibniz Akademy“ in Anlehnung an die Praxis von Gottfried Wilhelm Leibniz, auf den die Idee der wissenschaftlichen Akademie zurückgeht, gewählt“, so heißt es in der Laudatio auf dieses Projekt, denn es wurde von der Kurt-Alten-Stiftung für preiswürdig gehalten.

Und auch drei andere Projekte wurden mit einem Preis bedacht. Jeder Preis, den die Kurt-Alten-Stiftung an diesem Abend vergab, war mit einem Preisgeld von 500 € dotiert. Der Vorsitzende von ForscherGeist e.V. übergab die Preise stellvertretend für den Vorsitzenden des Kuratoriums der Kurt-Alten-Stiftung , der an diesem Abend wegen einer auswärtigen Verpflichtung verhindert war.

Preisträger der weiteren Preise ist die Projektgruppe „Hannover im Ersten Weltkrieg“mit Tom Düker (Goetheschule), Joshua Philipp Wiese (Schillerschule), Julia Meier (Kurt-Schwitters-Gymnasium), Cedric Schwering (Gymnasium Lehrte) und Pele Caesar (Freie Waldorfschule).

Einen weiteren Preis erhielt die Projektgruppe „Fliegen mit Pia Fuhrmeister (Schillerschule), Tim Julius Licker (Kurt-Schwitters-Gymnasium), Tizian Lorenzen (KWRG) und Christopher Gresch (Gymnasium Langenhagen). Hier spielte auch die Ausdauer und Hartnäckigkeit eine Rolle, mit der die Schülerin und die Schüler an der Lösung bestimmter technischer Probleme gearbeitet hatten. Teilweise waren sie bereits länger als ein Jahr dabei gewesen.

Außerdem wurde die Projektgruppe „Schiffgraben“ mit einem Preis bedacht, denn sie hatte Ausdauer und große wissenschaftliche Zielstrebigkeit an den Tag gelegt. Dieser Gruppe gehörten die Schülerinnen Clara Flasche (Bismarckschule), Sonja Goldreer (Bismarckschule), sowie Paulina Meier (Kurt-Schwitters-Gymnasium) an.

Am Schluss der Veranstaltung wurden allen Projektteilnehmern ihre ForscherGeist-Urkunden durch ihre Projektleiter ausgehändigt. Alle präsentierten sich noch einmal

In großer Runde um sich von den anwesenden Eltern und Mitschülern applaudieren zu lassen.

Damit die Eltern sehen konnten, wer ihr Kind im abgelaufenen Jahr im ForscherGeist-Projekt betreut hatte, präsentierten sich die Projektleiter abschließend ebenfalls und erhielten den ihnen gebührenden Applaus. Es sind von links Dr. Frank Jentzsch, Prof. Dr. Hans-Georg Jacob, Dr. Ansgar Hoppe, Bastian Linneweh, Alexander Weiß. Philip Schwartz, Matthias Behne, Ludvik Cejp.

Einen Applaus und zusätzlich Blumen gab es für die Musiker von der Herschelschule, die unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Christina Maier wunderbare Musikstücke für das ForscherGeist-Jahrestreffen eingeübt hatten. Neben Marie Leinpinsel (s.o.) spielte Ali Ünsaldi (Klarinette) eine Romanze von Carl Stamitz und Leon dalla Vecchia (Saxophon) das Stück „Scilienne“.


Die Flieger präsentieren ihr Projektergebnis
Die Flieger präsentieren ihr Projektergebnis
die Erforschung des Schiffgrabens wurde als preiswürdig erachtet
die Erforschung des Schiffgrabens wurde als preiswürdig erachtet
Alle Motoren funktionierten perfekt.
Alle Motoren funktionierten perfekt.
Präsentation der selbstgebauten Spielkonsole
Präsentation der selbstgebauten Spielkonsole
die Projektgruppe hatte Hannover im Ersten Weltkrieg erforscht
die Projektgruppe hatte Hannover im Ersten Weltkrieg erforscht
Die Roboter präsentierten ihre Erfindung.
Die Roboter präsentierten ihre Erfindung.
Der Vorsitzende überreicht den Musikern Blumen
Der Vorsitzende überreicht den Musikern Blumen
DiePreisverleihung beginnt
DiePreisverleihung beginnt
DieFlieger erhalten den Förderpreis der Kurt-Alten-Stiftung
DieFlieger erhalten den Förderpreis der Kurt-Alten-Stiftung
Ein wichtiger Preis ging an "EuropeNow"
Ein wichtiger Preis ging an "EuropeNow"
Die Projektleiter stellen sich vor.
Die Projektleiter stellen sich vor.
Am Schluss erhalten alle ihre Urkunden
Am Schluss erhalten alle ihre Urkunden
Die ForscherGeist-Familie verabschiedet sich bis zum nächsten Treffen.
Die ForscherGeist-Familie verabschiedet sich bis zum nächsten Treffen.