2011-10-14: ForscherGeist Jahrestagung im Leibnizhaus Hannover


Programm und Bericht

des

ForscherGeist-Jahrestreffens


am 14. Oktober 2011

um 18.00 Uhr

im Leibnizhaus, Hannover

Programm

Einstimmungsphase ab 18.00 Uhr, anschließend:


Begrüßung durch den Vorsitzenden von ForscherGeist e. V.

Dr. Martin Stupperich


Hauptteil I:


Präsentation ausgewählter Projekte


1. Gebündeltes Licht ( Anwendung von Lasertechnik)

2. Bibliotheksprojekt (Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover)

3. Flieger (Physik des Fliegens und Bau eines Solarflugzeugs)

4. Theater Projekt (Aufführung einer Theaterszene zu Gedanken von Leibniz)

5. Experimente in Klasse 6 (neue Vorhaben und Darstellung eines Beispielexperiments)

6. Kinetische Kunst (Windschwimmer und Bau einer Wasseruhr)

7. Zukunftsbedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung


Ankündigung geplanter Projekte:


1. Erfindungen

2. Windkraftanlage


Hauptteil II:


Vorstellung der Leitbegriffe von ForscherGeist und Diskussion von praktischen Problemen der Durchführung von Schülerprojekten mit Einbeziehung der Zuhörer in das Gespräch


Im Anschluss:

Geselliges Beisammensein im Untergeschoss

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Bericht
des

ForscherGeist Jahrestreffen 2011


Das ForscherGeist-Jahrestreffen 2011 fand am 14. Oktober 2011 im Leibnizhaus am Holzmarkt in Hannover statt. Es begann um 18.00 Uhr und endete gegen 21.00 Uhr. Schon frühzeitig füllte sich der Saal. Nach einer unterhaltsamen Bilderfolge über Schüler und ihre Berufs- und Zukunftsideen begrüßte der Vorsitzende die anwesenden Gäste. Er wies daraufhin, dass ForscherGeist Schülerinnen und Schülern die Chance geben möchte, sich in langfristig angelegten Projekten unterschiedlicher Fachbezogenheit auszuprobieren, um einerseits durch wissenschaftspropädeutisches Arbeiten ihre fachlichen Schwerpunkte auszuloten und andererseits Sozialkompetenz bei der forschenden Arbeit im Team zu erwerben. Er betonte die Notwendigkeit des Zusammenwirkens von ForscherGeist, Schule und Elternschaft. ForscherGeist brauche die Unterstützung gerade auch der Elterschaft sowohl durch Zuwendungen als auch durch tatkräftige Hilfe. Abschließend dankte er den teilweise ehrenamtlich wirkenden Projektleitern für ihr Engagement zur Förderung von Schülerinnen und Schülern.

Im Anschluss präsentierten die Teilnehmer ausgewählter Projekte den Verlauf und die Ergebnisse ihrer Arbeit im Jahr 2011.


  1. Projekt „Gebündeltes Licht“

Die inzwischen fortgeschrittenen Schüler des Projekts „Gebündeltes Licht“ unter der Leitung von Prof. Jacob, deren Arbeit nun schon ins dritte Jahr geht, eröffneten den Reigen. Sie präsentierten in einer sehr fachlich gehaltenen Darstellung den Stand ihrer Arbeit an einem Sicherheitssystem für Fahrzeuge auf der Basis der Lasertechnik zur Schnellerkennung von Hindernissen im Straßenverkehr. Dabei hatte die Projektgruppe unterschiedliche Varianten konzipiert, berechnet und auf ihre Praktikabilität hin geprüft ohne bereits am Ende der Wegstrecke angelangt zu sein. Das Projekt wird fortgesetzt.


  1. Projekt „Schauspieler, Bibliothekare und Scouts“

Die Teilnehmer dieses Projekts unter der Leitung von Dr. Andreas Müller von der Stiftung Lesen hatten ihre Präsentation in die Form eines kurzen Films gefasst. Eine fingierte Handlung führte den Zuschauer durch alle Räumlichkeiten und Funktionen der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Die Frage, ob das Buch im digitalen Zeitalter noch eine Zukunft habe, eine Frage die auch andere Foren beschäftigt, ergab einen gewissen roten Faden. Anders als die großen Buchmessen kamen die Schüler zu der Auffassung, die Zeit des Buches sei wohl abgelaufen und weil demnächst eine ganze Bibliothek auf ein digitales Speichermedium passe, seien Bibliotheken je länger desto mehr obsolet.


  1. Projekt „Leibniztheater“

Mehrere Schülerinnen und Schüler der Leibnizschule arbeiten in diesem Projekt an der Aufführung eines Stückes, das vor allem aus der Feder ihres Mentors Matthias Behne stammt. Aus diesem Stück „Aufbruch – in die beste aller Welten hinein“, wurde eine Szene im Stil einer Theaterprobe vorgetragen. Das Stück soll am Leibniz-Gedächtnistag, dem 14. November 2011, in der Neustädter Hof- und Stadtkirche vorgetragen werden.


  1. Projekt „Experimentieren in Klasse 6“

Dieses Projekt ist die Fortsetzung des Projekts, das im ersten Halbjahr des Vorjahres stattfand. Es hat in diesem Schuljahr 2011/12 neu begonnen und wurde daher durch den Projektleiter René Gieseler lediglich als Neubeginn annonciert.


  1. Das Projekt „Kinetische Kunst“

Zwei Schülerinnen stellten das Ergebnis ihres abgeschlossenen Projekts „Windschwimmer“ vor. Dazu wurde eine Bilderfolge präsentiert, die auch Bauzeichnungen und die Sammlung der benutzten Werkzeuge enthielt. Die Schülerinnen hatten neue Fähigkeiten auf dem Grenzgebiet zwischen Kunst und Handwerk erworben.

Das Folgeprojekt „Bau einer Wasseruhr“ wurde durch den Projektleiter, den Künstler Ludvik Cejp, vorgestellt. Die Vorführung der Funktionsweise dieser geplanten Wasseruhr faszinierte die Zuschauer.


  1. Projekt „Zukunftsbedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung“

Dieses Projekt hatte im vergangenen Jahr ihr Ergebnis, den aus recyclebarem Material gefertigten Sterling-Motor, vorgeführt. In der Fortsetzungsphase des Projekts soll nun die Beschäftigung mit der Entwicklung weiterer Techniken auf der Basis der Kraft-Wärme-Kopplung im Mittelpunkt stehen.


  1. Projekt „Windenergie“

Am Schluss dieser Präsentationsreihe wurde ein Projekt vorgestellt, das sich noch gänzlich im Planungsstadium befindet, dessen Pläne aber schon konkrete Gestalt angenommen haben. Die kommende Projektleiterin Frau Jaione Ortega, die das Projekt als Spanierin auf Englisch halten wird, gab einen sehr informativen Einblick in die Möglichkeiten eines solchen Windkraftprojekts. Am Ende soll ein selbst gebautes Windrad elektrischen Strom erzeugen.


Der Projektvorstellungsphase schloss sich eine Diskussion an, die durch eine kurze Einführung in die Leitbegriffe der Arbeit von ForscherGeist einleitete. Der Vorsitzende und Herr Behne als Vorstandsmitglied erläuterten den Zuhörern die Besonderheiten der Arbeit von ForscherGeist, insbesondere den Aspekt der Langfristigkeit der Projekte und die Orientierung an der Wissenschaft im Sinne der Wissenschaftspropädeutik, aber auch die Wichtigkeit der Sozialkompetenz, die unbedingt vermittelt werden müsse, wenn die Projekte erfolgreich zu einem Ende geführt werden sollen. Dies erfordere Lehrpersonen mit Fachkompetenz, die sie an die Schülerinnen und Schüler weiterzugeben in der Lage sein müssten. Es erfordere aber auch die Kooperation mit der Elternschaft, um dem Anliegen von ForscherGeist Nachdruck zu verleihen. Dieser letztere Punkt wurde noch näher entfaltet durch den Verweis auf zahlreiche Dinge des organisatorischen Nahbereichs wie z.B. die Regelmäßigkeit des Austauschs zwischen ForscherGeist und den Eltern, eine enge Kommunikation, um Ausfälle und Zwischenfälle rechtzeitig genug zur Kenntnis zu geben, und diverse logistische Hilfen.

Die Diskussion ergab zahlreiche Anregungen von Elternseite, wie dies im Detail praktiziert werden könne.


Am Schluss erhielten die Projektgruppen aus der Hand des Vorsitzenden bzw. ihrer Mentoren die Urkunden für die erfolgreiche Mitwirkung in ihrem Projekt.


Der Abend klang aus mit einem geselligen Beisammensein im Untergeschoss des Leibnizhauses.



Tagung im vollbesetzten Leibnizhaus
Tagung im vollbesetzten Leibnizhaus
Herr Behne referiert über seine Projekte.
Herr Behne referiert über seine Projekte.
Das bilinguale Windkraftprojekt wird vorgestellt.
Das bilinguale Windkraftprojekt wird vorgestellt.
Dr. Stupperich übergibt Urkunden an Vertreter des Projekts "Gebündeltes Licht".
Dr. Stupperich übergibt Urkunden an Vertreter des Projekts "Gebündeltes Licht".
Schüler der Experimentiergruppe erhalten die Urkunden aus der Hand ihres Mentors.
Schüler der Experimentiergruppe erhalten die Urkunden aus der Hand ihres Mentors.